Abnehmen mit Eiern und Speck?

Eigentlich schien es fast zu schön um wahr zu sein: Die Atkins-Diät, mit der angeblich auch schon zahlreiche Hollywood-Stars ihre schlanke Silhouette wiedergewonnen haben, versprach trotz fettreichem Essen das Abnehmen möglich zu machen. Viele Möchtegern-Dünne, die es einfach nicht schafften auf Butter und Bakon zu verzichten, glaubten schon an die Erfüllung ihrer Träume. Inzwischen hat sich die Schlankheitskur aber zum Glück als ein nur sehr kurzlebiger Trend herausgestellt.

Als der Kardiologe und Ernährungswissenschaftler Robert Atkins in den 1970er Jahren sein Diät-Buch veröffentlichte, wurde er schnell zum Star – wie auch seine Diät. Denn weil sie auf einem Ansatz beruhte, der Fette und Protein erlaubte, stattdessen die Zufuhr von Kohlenhydraten stark beschränkte, glaubten viele endlich die geeignete Schlankheitskur für sich gefunden zu haben: Denn wäre es nicht toll, dass man weiterhin Steak essen und dabei dünner werden sollte?

Eine bequeme Diät?

Gegen diese Vereinfachung wehren sich Atkins und die Anhänger seiner Lehre bis heute. Tatsächlich ist die Diät doch etwas komplexer und setzt sich aus vier Phasen zusammen: In der einleitenden Phase von 14 Tagen dürfen nur 20g Kohlenhydrate pro Tag gegessen werden, Fleisch, Eier und Soja-Produkte sind hingegen in größerer Menge erlaubt. In Phase 2 und 3 erhöht der Patient langsam die Menge der Kohlenhydrate und tastet sich langsam an die Menge heran, die weiterhin ein Abnehmen gewährleistet, aber den Körper besser mit den nötigen Stoffen versorgt. In der letzten Phase schließlich, isst der Patient schließlich so viele Kohlenhydrate, dass er sein Gewicht hält.

Die Theorie von Atkins beruht auf den Annahmen, das die kohlenhydratarme Kost den Blutzuckerspiegel niedrig hält. Vitamine und Mineralstoffe sollen durch Zusatzpräparate aufgenommen werden. Weil der Körper Proteine im Gegensatz zu Kohlenhydraten nicht speichern kann, soll das überschüssige Protein ausgeschieden wird. So bleibt zur Energiegewinnung vor allem das Körperfett.

Erfolg in der Anfangsphase

Studien attestieren der Methode immer wieder ihre Wirksamkeit. Der große anfängliche Erfolg wird von Wissenschaftlern so erklärt: Weil durch die Diät weniger Kohlenhydrate aufgenommen wird, verbrennt der Körper zunächst seine Reserven, die Glykogene. Diese sind an Wasser gebunden und dieses wird ausgeschieden, wenn das Glykogen aufgebraucht ist. Die anfängliche Gewichtsabnahme beruht also hauptsächlich auf Wasser- und nicht auf Fettverlust.

Kritiker bemängeln, dass die Ketone (Stoffe, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden), die beim Fettabbau und gleichzeitiger Abwesenheit von Kohlenhydraten entstehen, negative gesundheitliche Folgen haben. Folgeerscheinungen können Übelkeit und Müdigkeit sowie Mundgeruch sein. Aber gleichzeitig reduzieren sie eben auch das Hungergefühl.

Langzeitrisiken sind noch nicht überschaubar

Es gibt nicht wenige Menschen, die mit Atkins abgenommen haben. Langfristig, also nach mindestens einem Jahr, war aber keine höhere Erfolgsrate als bei anderen Diäten festzustellen. Zudem sind die Langzeitrisiken einer solchen einseitigen Ernährung nicht ausreichend erforscht. Nicht wenige Wissenschaftler unterstellen der Methode, dass sie Herzkreislauf-Erkrankungen befördere.

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  1. Denae Engelhardt sagt:

    Ich bin seit einiger Zeit übergewichtig und würde gerne abnehmen. Dabei will ich gesund essen und auch noch Fitnesssport machen. Kann mir jemand von euch Rezepte zum Kochen von kalorienarmen und gesunden Essen geben?

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